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Folgende Texte wurden aus der Offiziellen Karte 1:25 000 NATIONALPARK BÖHMISCHE SCHWEIZ übernommen.

Vysoká Lípa - (Hohenleipa, Dorfschutzzone)
Vysoká Lípa - (Hohenleipa) liegt inmitten der Bömischen Schweiz und ist wie seine Nachbarorte wegen der schönen Lage und der ausgedehnten Wälder ein beliebtes Ausflugziel. Das Dorf gehört zu den ältesten Siedlungszentren der Umgebung. Im 16 Jahrhundert stand hier ein Jagschloss, im 18 Jahrhundert ein Meierhof und eine Försterei. Heute ist das Dorf Urlaubgebiet. Das Zentrum wird von gut erhaltener Volksarchitektur gebildet. In etwa 315 m Meereshöhe- stellen die besten beispiele erhaltener Volksarchitektur der Böhmischen Schweiz dar, gebildet vor allem von gezimmerten Landhäusern mit Stockwerken in kombinierter Umgebinde- und Fachwerkbauweise. Seit 1995 ist Hohenleipa denkmalgeschützt.

Hohenleipa ist ein Ideale Ausgangspunkt für Wanderer, Naturliebhaber die eine einsamer Wanderungen schätzen, Fahrradtouren unternehmen wollen und Bergsteiger.

Hofberg (Naturdenkmal)
Artenreiche Wiese mit wärmeliebender Flora und mit heidkraut bewachsende Sandsteinhängen bei Hohenleipa (Vysoká lípa). Vom unbewaldeten Hang des Hofberges (Dvorsky vrch) gletet der Blick über die Böhmische Schweiz (Prebischtorgebiet, Rosenberg), die Tafelberg der Sächsischen Schweitz, das Böhmisches Mittelgebirge und das Lausitzer Gebirge.

Dolský mlýn (Grundmühle)
Erstmals im 1515 als Mühle mit 3 Mühlräder erwähnt (eins zum Antrieb der Säge, zwei zum Antrieb des Mühwerkes). Sie wurde 1727 mit dem Gebäude eine Bäckerei erweitert. Bei niedrigem Wasserstand diente sie als Malzmühle für die Schlossbrauerei in Binsdorf (Bynovec). Im Jahr 1814 wurde die Mühle um eine Brennerei erweitert. Hier endete die 1881 eingerichtete Bootsfahrt durch die Ferdinandsklamm (Ferdinadova Soutìska ). 1888 bekam die Mühle das Schankrecht. Nach 1945 wurde sie verlassen und existiert heute nur noch als romantische Ruine.

©au¹tejn (Schauenschtein)
Eine der schönster Felsburgen, liegt nördlich von der Gemeinde Hohenleipa (Vysoká Lípa ) an der roten Markierung zum Kleinen Prebischtor. Ursprunglich eine Burg des Geschlecht Berken, gegründet im 13. Jahrhundert. Zu Beginn des 15 Jahrhundert an die Wartenberger verfändet, spielte sie eine Rolle in den Kämpfen zwischen den Wartenbergern, den Sachsen und dem Lausitzer Sechsstädtebund. Zu Beginn des 16.Jahrhunderts wurde die Burg verlassen und verfiel.

Zámecký vrch (Schlossberg)
Sandsteinfelsen oberhalb der Gemeinde Hohenleipa (Vysok á Lípa ) mit weiten Aussicht über die Bömisch-Sächsische Schweiz, zum Lausitzer Gebirge und zum Böhmischen Mittelgebirge.

Zámeèek (Jagdschloss)
Jagschloss westlich von Hohenleipa (Vysoká Lípa ),1930 von den Grundeigentümern, den von Clary-Aldringen, nach dem Entwurf vom Baumeister August Herrmann aus Kreibitz (Chøibská ) erbaut. Zur ursprünglichen Inneneinrichtung gehörten viele Trophäen, Grafiken und Gemälde zum Thema Jagd. Heute stilvolles Unterkunfts- und Gasthaus.

Pravèická brána (Prebischtor, Nationales Naturdenkmal)
Größtes Naturtor in Mitteleuropa, 3 km von Herrnskretschen (Høensko) entfernt, nahe der Grenze zu Sachsen. Es wurde zum Symbol des Nationalparks Böhmische Schweiz. Die Brücke entstand infolge Auswitterung einer größeren Nische, die sich in einem schmalen Felsriegel gebildet hatte. Masse: Gewölbehöhe 16 m, Breite nahezu 27 m Bogenbreite 7-8 m.

Malá Pravèická brána (Kleines Prebischtor)
Dieses kleine Felsentor finden wir in den Felswänden 2 km nördlich von Vysok á Lípa - (Hohenleipa). Obwohl es nicht die Masse des bekannten Prebischtores aufweist (es ist nur 2,3 m hoch, 3,3 m breit und hat eine Bogenbreite von 1-1,5 m), stellt es doch einen außerordentlichen Fall der Perforation von Sandsteinfelsen dar.

Edmundova soutìska/Tichá soutìska (Edmunsklamm/Stiller Klamm)
Gehört zu den wertvollsten und interessantesten Teilen der Böhmischen Schweiz. Die Klamm trägt den Namen Edmund Clary-Aldringen. In der tief eingeschnittenen Kamnitzklamm kann man die sogenannten Umkehr der Vegetationsstufen infolge der klimatischen Inversion beobachten. Das bedeutet, dass infolge der angehäuften Kaltluft in eine Höhe von nur 150m über dem Meeresspiegel submontane und montane Pflanzen wie Zweiblütiges Veilchen, Tannen-Bärlapp und Knotenfuß wachsen. Auf den Felsbändern der Sandsteinwände kommt der charakteristische Sumpfporst vor. Zu typischen Bewohnern der Klamm gehören auch Eisvogel, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Schwarzstorch, Wasserfledermaus und der sehr seltene Fischotter. Von den Wirbellosen treten hier Arten auf die charakteristisch für Berg- und Inversionsgebiete sind. Ein Abschnitt der Klamm ist nur mit Booten erreichbar. Die Bootsfahrt wurde 1890 eröffnet.

Divoká soutìska (Wilder Klamm)
Eine beeindruckender natürlicher Abschnitt der Kamnitzschlucht, zum Teil nur mit Booten zugänglich. Die Bootsfahrt und der Steig durch den Grund wurden 1898 eröffnet. Verdienst daran hatten der Gebirgsverein für die Böhmische Schweiz und der Fürst Edmund Clary-Aldringen. Flora und Fauna sind ähnlich wie in der Edmundsklamm (Edmundova sout ìska ).

Èeská silnice (Böhmerstrasse)
Historisch bedeutender Handelsweg vom Böhmen (Hohenleipa- Vysoká Lípa ) nach Sachsen. Seinerzeit bildete er die Grenze der zwei benachbarten Herrschaften; der Clary-Adringen und der von Kinsky. Aus dieser Zeit stammen auch einige Grenzzeichen mit Jahreszahlen an den Felsen entlag der Strasse.

Rù¾ový vrch (Rosenberg, Nationales Naturschutzgebiet)
Höchster Punk des Nationalparks Böhmische Schweiz (619 m), bildet eine Landschaftsdominante. Er ist der mächtigste Basaltberg der Böhmisch-Sächsischen Schweiz. Auf reichem Substrat blieben natürliche Waldgesellschaften erhalten, hauptsächlich artenreiche Buchen- und Geröllwälder. Zu charakteristischen Arten dieser Gesellschaften gehören z. B. Waldmeister, Einblütiges Perlgras, Goldnessel, Waldgerste, im Frühling Quirl- und Zeiebel-Zahnwurz und andere. Wir finden hier charakteristische Laubwaldbewohner, z. B. Hohltauben und Grauspechte. Auch Siebenschläfer, Abendsegler und Bergmolche kann man antreffen. Ein seltener Bewohner hiesiger Wälder ist der stark bedrohte Hirschkäfer Ceruchus chrysomelinus. An den Hängen finden wir einzelne Blockfelder. Aussichten vom Gipfel sind nur stellenweise von verschiedenen Punkten möglich: Elbtal, Tafelberg der Sächsischen Schweiz, Böhmisches Mittelgebirge, Jeschken, Lausitzer Gebirge, Schluckenauer und Oberlaisitzer Bergland, Dittersbacher Felsen.

Mezní Louka (Reinwiese)
Zur ursprünglichen Bebauung gehört die Försterei von 1794. Das heutige Hotel, das 1892 eröffnet wurde, ließ Fürst Edmund Clary-Aldringen erbauen. Es diente zur Unterkunft wohlhabender Gäste. Reinwiese ist Ausgangspunkt für Wanderung zum Prebischtor und in die Kammnitzklammen.

Jetøichovice (Dittersbach)
Traditionelles Touristenzentrum. Im Ort befinden sich die spätbarocke Kirche des heiligen Johannes von Nepomuk vom 1752 und eine Reihe Umgebinde- und Fachwerkhäuser. Die Gebäude werden überwiegend als Wochenendhäuser, Pensionen und Gaststätten genutzt. Ausgangspunkt für Wanderer und Bergsteiger.

Gabrielina stezka ( Gabrielensteig)
Traditioneller Promenadenweg, der das Prebischtor ( Pravèická brána ) mit Rainwiese (Mezn í Louka) verbindet. Der Weg wurde wahrscheinlich nach der Schwester des Fürsten Edmund Clary-Aldringen benannt, der sich für die Entwicklung des Fremdenverkehrs eingesetzt hat.